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Beiträge der Keltenwelt am Glauberg

Unser neues Ferienangebot

Grabhügel exklusiv – Exkursion zu den Kelten am Glauberg

Im Gelände rund um den großen Grabhügel am Fuße des Glaubergs sind viele spannende Spuren der Kelten erhalten. Von ihnen berichten die Gästeführer*innen bei unserem neuen Rundgang. Kommen Sie mit auf Exkursion!

Der Glauberg zählt als Sitz keltischer Herrscher zu den bedeutendsten archäologischen Stätten der Kelten in Europa. Mit der Entdeckung des großen Grabhügels und der lebensgroßen Statue begann die Erfolgsgeschichte des Glaubergs. Niemand konnte sich damals vorstellen, dass man bei den Ausgrabungen auf zwei völlig ungestörte Gräber keltischer Herrscher stoßen würde. Beide enthielten 2400 Jahre alte, außergewöhnliche Beigaben wie reich verzierter Goldschmuck, Waffen und Bronzekannen. Das Grab des „Keltenfürsten vom Glauberg“ ist in der Fachwelt weltberühmt. Aber nicht nur das. Bei der Erforschung des Geländes entdeckte man ein weiteres unberührtes Grab eines Keltenkriegers und rätselhafte Wall-Graben-Anlagen. Dazu gehört auch die sogenannte „Prozessionsstraße“ am Grabhügel 1. Man vermutet, dass sie mit astronomischen Beobachtungen zur Keltenzeit in Zusammenhang steht.

Im Anschluss lohnt sich der Besuch der Ausstellung, wo die Originalfunde zu sehen sind. Und auf der großen Außenterrasse unseres Museumsbistros genießt man bei hausgemachtem Kuchen und regionalen Speisen die grandiose Aussicht.

Teilnehmerzahl: maximal 9 Personen

Dauer: 60 min

Kosten: 60 €. 1 € Rabatt auf den Eintrittspreis in das Museum.

Eine Anmeldung ist unter Tel. 06041-8233024 oder per E-Mail anfragen@keltenwelt-glauberg.de erforderlich.

Die Welt der Kelten am Glauberg – Neue Detailfotos zeigen grandioses Kunstschaffen

Fabelwesen, Pferde, Vögel, Raubtiere, geometrische und florale Muster – mit diesen Motiven sind die 2400 Jahre alten Grabfunde vom Glauberg reich verziert.

Der im Alter von 21 bis 28 Jahren verstorbene „Keltenfürst vom Glauberg“ war mit wertvollen Waffen und besonderem Schmuck ausgestattet. Sein 78 cm langes Eisenschwert steckt noch immer in einer bronzenen Schwertscheide, die mit feinsten Gravuren überzogen ist. Ihre goldfarbene Bronze und die runden Einlagen aus roter Koralle, importiert aus dem Mittelmeerraum, ergaben bestimmt ein auffallendes Farbspiel. Dieses Schwert war mit Sicherheit ein echter Hingucker. Wir zeigen hier erstmals zwei Detailfotos, die einen Eindruck von dieser hohen Handwerkskunst geben.

Ein solches Prunkschwert bei Ausgrabungen zu entdecken, ist ein echter Glücksfall für Archäologie und Kunstgeschichte. Man kann davon ausgehen, dass sich nur Mitglieder der keltischen Elite eine solche Ausstattung leisten konnten. Auch der 30-40 Jahre alte Mann aus Grab 2 hatte ein ebenso prächtig verziertes Schwert dabei. Beide Stücke sind im Original in unserem Museum zu sehen.

Alter Holzpavillon wird neue Info-Station am Glauberg

Endlich ist sie fertig! Die neue Station am KELTENWELT-PFAD gibt einen Überblick zur vielseitigen und spannenden Besiedlungsgeschichte des Glaubergs: Steinzeit, Kelten und Alamannen, Burg und Stadtgründung im Mittelalter. Neu ist auch das Geländemodell. Der mit tatkräftiger Unterstützung des Heimat- und Geschichtsvereins Glauburg e.V. und finanzieller Unterstützung unseres Fördervereins restaurierte alte Pavillon hat neben neuem Anstrich und Dach also vor allem eines bekommen: Inhalt! Viel Spaß beim Entdecken.
Und ein riesen Dankeschön an alle ehrenamtlichen Helfer!

Keltenwelt präsentiert Kooperationsprojekt

Seit dem Neustart am 12. Mai präsentiert die Keltenwelt auch wieder etwas „Neues vom Glauberg“. Zusammen mit Aktiven des Heimat- und Geschichtsvereins Glauburg und der Gesamtschule Konradsdorf führten Mitarbeiter der Keltenwelt am Glauberg im Sommer 2019 ein archäologisches Experiment durch. Dessen Ergebnisse werden nun in einer Sonderschau präsentiert. Anlässlich ihres ursprünglich geplanten Starts trafen sich am 3. Februar Vertreter der beteiligten Einrichtungen. Frau Dr. Rupp, Direktorin der Keltenwelt am Glauberg, dankte dabei besonders den aktiven Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Konradsdorf. Ergänzend erhielt die Schulleiterin Frau Bingel Gutscheine für alle Aktiven. Zusammen mit ihren Angehörigen sollen die Schülerinnen und Schüler die Früchte ihrer Arbeit zukünftig kostenlos betrachten können.

Ausgangspunkt des Experiments und der Ausstellung sind Lehmstücke, die während der Grabungskampagne 2018 auf dem Plateau des Glaubergs geborgen wurden. Nach Aussage von Experten stellen sie Überreste einer mittelalterlichen Dachdeckung dar. Eine Hypothese, die im Versuch überprüft wurde.

Die Sonderausstellung „Mission Lehmschindel – ein Experiment als schulisches Kooperationsprojekt“ kann bis zum Oktober 2020 von Dienstag bis Sonntag während der üblichen Öffnungszeiten besucht werden.

Das Foto wurde noch vor dem Coronavirus aufgenommen:
Tobias Stolte (Gesamtschule Konradsdorf)
Dr. Vera Rupp (Keltenwelt am Glauberg)
Gottfried Schmoranzer (Gesamtschule Konradsdorf)
Antje Salatzkat (Gesamtschule Konradsdorf)
Jan Görlach (Gesamtschule Konradsdorf)
Birgit Bingel (Gesamtschule Konradsdorf)
Thomas Lessig-Weller (Keltenwelt am Glauberg)
Werner Erk (Heimat- und Geschichtsvereins Glauburg)
Walter Gasche (Heimat- und Geschichtsvereins Glauburg)
Christoph Röder (Keltenwelt am Glauberg)
Holger Lux (Gesamtschule Konradsdorf)

Rätselhafte Menschenköpfe

MUSEUM DIGITAL IN CORONA-ZEIT

Rätselhafte Menschenköpfe

Vieles spricht dafür, dass der etwa 2400 Jahre alte Goldhalsring des „Keltenfürsten vom Glauberg“ eine Sonderanfertigung war. Er ist ein Meisterwerk keltischer Goldschmiedekunst. Nur eine Person der Elite konnte sich ein so kostbares Schmuckstück leisten.

Man muss schon ein sehr scharfes Auge haben, um die feinen Details am Original in der Vitrine zu erkennen. Deshalb zeigen wir den Halsring einmal ganz nah im Foto. Erkennt man das Muster auf dem Ring? Es sind Menschenköpfe im Profil. Insgesamt sind es zehn, die sich Kopf an Kopf, Schulter an Schulter aufreihen. Zu gerne würden wir wissen, was dies zu bedeuten hatte. Waren es besiegte Feinde? Götter? Die Kelten geben uns viele Rätsel auf.

Die drei großen Zapfen und die verzierten Goldbleche sind gut auszumachen. Man erkennt jetzt auch, dass der Golddraht neben den Zapfen aus winzigen Spiralen besteht. Dann folgt kurioserweise eine kleine Menschenfigur, die auf dem Kopf steht. Aber nur wir sehen sie so. Denn blickte einst sein Träger auf den Ring um seinen Hals, stand die Figur aufrecht. Sie hat den Arm zu einer Geste erhoben, deren Bedeutung man damals ganz bestimmt kannte. Wir können heute nur raten. Auf der Steinfigur sieht man sie nämlich auch.

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das Museum und das Museumsbistro sind wieder geöffnet.
Der Museumsgarten und die Dachterrasse bleiben weiterhin geschlossen.

Unsere Ausstellung wird mit Umsetzung umfassender Hygiene- und Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus COVID-19 wieder geöffnet.

Bitte beachten Sie folgende Regeln:
• Mund-Nasen-Bedeckung ist im gesamten Gebäude Pflicht. Diese kann mitgebracht oder an der Kasse erworben werden. Ausgenommen sind Kinder unter 7 Jahren und Personen mit Atemwegserkrankungen.

• Halten Sie bitte die allgemeinen Hygiene- und Schutzmaßnahmen ein. Bitte nutzen Sie die Desinfektionsstationen und waschen Sie die Hände in den Toilettenbereichen. Bitte zuhause bleiben, wenn Sie sich krank fühlen.

• Ein Abstand von mindestens 1,50 Metern zu übrigen Besuchern*innen ist einzuhalten.

• Maximal 23 Besucher*innen dürfen sich zur gleichen Zeit in der Ausstellung aufhalten.

• Um Warteschlangen zu vermeiden, hinterlegen Sie bitte Ihre Handynummer an der Kasse. Wir kontaktieren Sie, wenn Platz in der Ausstellung ist.

• Gruppenbesuche sind ausgeschlossen; ausgenommen sind Familien und Personen in einem Haushalt.

• Veranstaltungen und Führungen finden bis auf Weiteres nicht statt.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne im Vorfeld Ihres Besuchs an uns: 06041/82330-0 oder anfragen@keltenwelt-glauberg.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Das Team der Keltenwelt am Glauberg

Die Pfosten am Grabhügel werden erneuert

Die Pfosten am Grabhügel werden erneuert

Die mächtigen Eichenpfosten am Grabhügel standen viele Jahre im Boden und mussten jetzt gefällt werden. Wir haben sie eingelagert, um sie auf neuen Fundamenten bald wieder aufzurichten.

Zusammen mit dem rekonstruierten Grabhügel markieren die 16 Pfosten nicht nur eine rund 2400 Jahre alte Begräbnisstätte, sondern sind auch ein Landschaft prägendes Element, das man nicht mehr missen möchte.

Die Wissenschaft hat schon viel über diese Pfosten diskutiert. Inzwischen vermutet man, dass sie nicht alle gleichzeitig standen. Ihre Funktion ist nach wie vor rätselhaft. Vielleicht ergibt die derzeit laufende Aufarbeitung der Ausgrabung im Rahmen einer Doktorarbeit neue Hinweise dazu.

Auf die Spuren der Pfosten war man bei der Ausgrabung des großen Grabhügels in den 1990er-Jahren gestoßen. Im Zuge der Rekonstruktion des Grabhügels wurden auch sie ergänzt. Von der Idee, die Gesamtanlage mit Pfosten und „Prozessionsstraße“ sei ein „Kalenderbauwerk“ der Kelten gewesen, ist man abgerückt. Jedoch wird die „Prozessionsstraße“ immer noch mit möglichen Himmelsbeobachtungen in Verbindung gebracht, denn sie ist auf einen südsüdöstlichen Punkt am Horizont ausgerichtet, wo man alle 18,6 Jahre die große südliche Mondwende beobachten kann.