Die Existenz dieser Ringe im Grab des „Keltenfürsten“ gibt Rätsel auf. Denn weder die geringen Durchmesser noch die Ausgestaltung lassen sie als Bestandteil seiner Tracht erscheinen. Derartige Knotenarmringe zählten eigentlich zur keltischen Frauentracht! Erstaunlicherweise lagen die beiden unversehrten Schmuckstücke dennoch in unmittelbarer Nähe zum rechten Handgelenk des Toten. Der in drei Stücke zerbrochene und nicht mehr vollständige Armring befand sich allerdings davon isoliert in einer der Grabkammerecken. Nach wie vor ist die Bedeutung dieses speziellen Beigaben-Ritus nicht hinreichend geklärt.
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Drei rätselhafte Armringe aus Bronze
Foto: Armringe aus Grab 1
Epoche: Eisenzeit (keltisch)
Thema: Grab und Grabbrauch, Tracht und Schmuck
Fundort: Glauburg-Glauberg, Grab 1
Material: Bronze
Datierung: Um 400 v. Chr. (Frühlatènezeit)
Ausstellungsort:
Keltenwelt am Glauberg
Maße: Außendurchmesser 5,0 cm; ca. 5,4 cm; 6,15 cm
Quelle: Text: Thomas Lessig-Weller M.A.; Foto: Pavel Odvody (beide Keltenwelt am Glauberg)