Der Keltenfürst vom Glauberg

Die weltberühmte, lebensgroße Statue des „Keltenfürsten vom Glauberg“ wurde 1996 gefunden. Die bis auf die Füße vollständig erhaltene Sandsteinstatue zeigt einen bewaffneten männlichen Krieger. Sie besteht aus einer einheimischen Sandsteinart, die nur wenige Kilometer von Glauberg entfernt verfügbar ist.

Maskenfibel mit Korallenperlen

Die reich verzierte Gewandspange aus Grab 3 stellt ein Unikat in der keltischen Welt dar. Neben den zwei maskenartigen Gesichtern auf dem Bügel des Schmuckstückes stechen besonders die 109 aus dem Mittelmeer stammenden Korallenperlen ins Auge. Sie wiesen wohl ursprünglich verschiedene Farben auf, sind durch die Bodenlagerung heute allerdings entfärbt. Nur die rote Koralle konnte sicher nachgewiesen werden.

Prunkfibel mit Fabelwesen

Die Fibel (Gewandspange) des Keltenfürsten gehörte nicht zum Totengewand, sondern wurde zusammen mit anderen Beigaben seitlich des Bestatteten niedergelegt. Im Grab trug der Tote möglicherweise einen Kompositpanzer, wie er auf der Statue dargestellt ist. Für seinen Verschluss war keine Fibel nötig. Die nur wenige Zentimeter große, figürlich ausgearbeitete Fibel zählt zu den eindrucksvollsten Funden vom Glauberg. Sie zeigt ein geflügeltes Pferdewesen, einen bärtigen Männerkopf sowie zwei spiegelbildlich angeordnete Raubtiere. Seitlich aufgesetzte Perlen aus roter Koralle, die aus dem Mittelmeerraum importiert wurde, ergänzen das Bild.

Goldener Fingerring des Keltenfürsten

Der Fingerring aus dem Grab des „Keltenfürsten“ wurde aus gegossenem Draht dünn ausgeschmiedet. Die spiral- und kreisförmigen Verzierungen auf der Schauseite des Ringes wurden aus Perldraht gefertigt und durch Verschweißen miteinander verbunden.

Wie funktioniert der Halsring des Keltenfürsten ?

Die Funktionsweise des ausgeklügelten Verschlusses des goldenen Halsrings aus dem Grab des „Keltenfürsten vom Glauberg“. Das Schließsystem erlaubte das An- und Ablegen des Halsschmucks ohne fremde Hilfe. Als Grundlage für die hier gezeigte 3D-Animation dienten zwei 3D-Modelle des originalen Halsrings, jeweils im geöffneten und im geschlossenen Zustand.

Goldener Halsring mit Menschenköpfen

Der aus dem „Fürstengrab“ stammende goldene Halsring ist hohl gearbeitet und besteht aus zwei Teilen, dem glatten Nackenteil und dem aufwändig verzierten Brustteil. Er konnte vom Träger selbst geöffnet, angelegt und verschlossen werden. Das künstlerisch herausragende Brustteil besteht aus zahlreichen miteinander kombinierten figürlichen und floralen Elementen. Der Halsring weist keine Gebrauchsspuren auf, sodass fraglich ist, ob er zu Lebzeiten des Fürsten getragen, oder speziell als Grabbeigabe gefertigt wurde. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass ein vergleichbarer Halsring an der Sandsteinstatue des Keltenfürsten abgebildet ist.