Keltenwelt-Vortrag: Die Geschichte des frühkeltischen Fürstensitzes auf dem Ipf am Nördlinger Ries von der Bronzezeit bis zur Spätlatènezeit
11. Juni 2026

Keltenwelt-Vortrag: Die Geschichte des frühkeltischen Fürstensitzes auf dem Ipf am Nördlinger Ries von der Bronzezeit bis zur Spätlatènezeit

Vortrag von Prof. em. Dr. Rüdiger Krause, Goethe Universität Frankfurt am Main

Der Ipf ist so ungewöhnlich wie die Landschaft zu seinen Füßen: Die heute flache Ebene des Nördlinger Rieses war ein ehemaliger Krater, der durch den gewaltigen Einschlag eines Asteroiden vor 14,5 Millionen Jahren entstanden ist. Im Westen erhebt sich vor der östlichen Schwäbischen Alb der markante und weithin sichtbare 668 Meter hohe Ipf majestätisch über der Landschaft. Dieser mächtige Zeugenberg des Weißen Jura ist mit seinen umfangreichen Befestigungen ein beeindruckendes wie bedeutendes archäologisches Kulturdenkmal. Die Befestigungen auf dem Ipf wurden in der Urnenfelderkultur um 1000 v. Chr. stark ausgebaut und Konzentrationsprozesse schaffen die Grundlagen für den Aufstieg des Ipf in der Hallstattzeit und in der Frühlatènezeit zu einem „frühkeltischen“ Fürstensitz.

Um den Ipf liegt zwischen Ostalb und Nördlinger Ries eine Siedlungskammer, deren Entwicklung von der späten Bronzezeit über die ältere und jüngere Eisenzeit bis an das Ende der keltischen Viereckschanzen reicht. Zusammen mit den Ergebnissen der Archäobotanik lässt sich eine Siedlungsdynamik rekonstruieren, die durch mehrere Veränderungen geprägt ist und zum ersten Mal in einer eisenzeitlichen Siedlungskammer eine kontinuierliche Entwicklung von der Spätbronzezeit bis zum Ende der Viereckschanzen im 1. Jh. v. Chr. zu erkennen gibt.

Luftbild: Otto Braasch

INFO
Veranstaltungsort: Museum
Kasse: 18 Uhr, Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 6 Euro, für Mitglieder des Fördervereins Keltenwelt am Glauberg ist der Eintritt frei (bitte auch anmelden)
Tickets kann man hier Online kaufen.
Für Rückfragen stehen wir gerne unter 06041/8233-024 oder anfragen@keltenwelt-glauberg.de zur Verfügung.

Das Museumsbistro ist bis 19 Uhr geöffnet.

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