Neues Highlight im Museum: „Zeitrohre“

( v. l. n. r.: Peter Reichert, Roman Kubla, Carsten Krätschmer, Jörg Lindenthal, Günter Sedlak, Werner Erk, Thomas Lessig-Weller, Wolfgang Wefers)

Ab sofort gehört der ratlose Blick von der Dachterrasse des Museums in die Umgebung der Vergangenheit an. Mit unserer jüngsten Errungenschaft bieten wir unseren Besuchern an, sich ganz individuell über Orte und Geländemerkmale zu informieren. Ein Blick durch das Gerät auf der Dachterrasse, das an ein U-Boot-Periskop erinnert, löst durch Einblendungen nicht nur auf, welchen Namen die Ortschaft trägt. Auch sonst erfährt der Betrachter wissenswerte Details zu den anvisierten Punkten.

Die beiden von der Firma ArchimediX aus Ober-Ramstadt in Kooperation mit der Keltenwelt am Glauberg entwickelten „Zeitrohre“ können aber noch wesentlich mehr. Per Knopfdruck wird der Betrachter in eine virtuelle Welt versetzt, in der etwa der Grabhügel des Keltenfürsten imposant in die Höhe ragt und die zugehörige „Prozessionsstraße“ auf ihrer ganzen Länge verfolgt werden kann.

Grundlage für diese animierte Welt bilden die Ergebnisse der Ausgrabungen, die ab 1994 Wissenschaft und Öffentlichkeit gleichermaßen begeisterten. Und so lassen bislang acht Filmanimationen die Welt archäologischer Pläne und Geländemodelle lebendig werden und die Besucher tief in eine fremde Welt eintauchen. Das zweite Gerät steht im Ausstellungsbereich vor dem großen Panoramafenster. Es ist mit einem großen Bildschirm ausgestattet, so dass gleich mehrere Besucher sich auf eine virtuelle Reise begeben können – Public Viewing der besonderen Art. Ermöglicht wurde die Realisierung der beiden „Zeitrohre“ mit Unterstützung des Fördervereins der Keltenwelt am Glauberg.