Die Pfosten am Grabhügel werden erneuert

Die mächtigen Eichenpfosten am Grabhügel standen viele Jahre im Boden und mussten jetzt gefällt werden. Wir haben sie eingelagert, um sie auf neuen Fundamenten bald wieder aufzurichten.

Zusammen mit dem rekonstruierten Grabhügel markieren die 16 Pfosten nicht nur eine rund 2400 Jahre alte Begräbnisstätte, sondern sind auch ein Landschaft prägendes Element, das man nicht mehr missen möchte.    

Die Wissenschaft hat schon viel über diese Pfosten diskutiert. Inzwischen vermutet man, dass sie nicht alle gleichzeitig standen. Ihre Funktion ist nach wie vor rätselhaft. Vielleicht ergibt die derzeit laufende Aufarbeitung der Ausgrabung im Rahmen einer Doktorarbeit neue Hinweise dazu. 

Auf die Spuren der Pfosten war man bei der Ausgrabung des großen Grabhügels in den 1990er-Jahren gestoßen. Im Zuge der Rekonstruktion des Grabhügels wurden auch sie ergänzt. Von der Idee, die Gesamtanlage mit Pfosten und „Prozessionsstraße“ sei ein „Kalenderbauwerk“ der Kelten gewesen, ist man abgerückt. Jedoch wird die „Prozessionsstraße“ immer noch mit möglichen Himmelsbeobachtungen in Verbindung gebracht, denn sie ist auf einen südsüdöstlichen Punkt am Horizont ausgerichtet, wo man alle 18,6 Jahre die große südliche Mondwende beobachten kann.