Kooperationen im In- und Ausland

Das Forschungszentrum der Keltenwelt am Glauberg vertritt den Glauberg und die Forschungen zu dieser international bedeutsamen Fundstelle auch auf nationalen und internationalen Tagungen. Durch die Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen im In- und Ausland entsteht ein fruchtbarer Austausch zu Themen der Archäologie der Kelten. Aber Kooperationen ermöglichen auch neue gemeinsame Untersuchungen, wie z.B. die geophysikalische Prospektion keltischer Fundstellen in Hessen in Zusammenarbeit mit der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt oder die Anfertigung eines hochgenauen 3D-Laserscans der Glauberger Statue durch Kollegen des Discovery Programms in Dublin.

Ganz wichtig ist dem Forschungszentrum auch die Einbindung von Studierenden aus dem In- und Ausland in seine Aktivitäten. Durch den dadurch initiierten Austausch zwischen Archäologinnen und Archäologen mit unterschiedlichen universitären und Erfahrungshintergründen wird die eigene Arbeitsweise befruchtet, aber auch jungen Menschen die Gelegenheit gegeben, an einer so herausragenden Fundstelle wie dem Glauberg Erfahrungen mit Ausgrabungen, Begehungen und anderen Prospektionsmethoden zu sammeln. Das Forschungszentrum der Keltenwelt unterstützt daher die jährliche Sommerakademie der hessenARCHÄOLOGIE, die seit 2016 mit Studierenden aus Winchester (UK), Deventer (NL) und den drei hessischen Archäologielehrstühlen in Marburg, Gießen und Frankfurt auf dem Glaubergplateau gräbt. Diese Zusammenarbeit soll auch in Zukunft fortgesetzt werden und auf weitere kooperierende Universitäten ausgeweitet werden.

Neben den universitären Einrichtungen und verschiedenen anderen Forschungsinstitutionen sind auch Heimat- und Geschichtsvereine wichtige Kooperationspartner. Das Wissen und die Unterstützung der Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Glauberg sind für die Forschungen auf dem Glauberg von immenser Bedeutung; ohne die Hilfe des Geschichtsvereins in Villmar-Weyer wären die dortigen Ausgrabungen 2017 ebenfalls nicht möglich gewesen. Da die Forschungen am Glauberg und zur Eisenzeit in Hessen nicht nur für Archäologen von Interesse sind, ist es dem Forschungszentrum der Keltenwelt am Glauberg sehr wichtig, über aktive Kooperationen auch die sogenannten Laien in seine Arbeit mit einzubeziehen.

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Sonderausstellung 2019

Das Geheimnis der Keltenfürstin von der Heuneburg

22. März bis 13. Oktober 2019
Die Heuneburg an der Donau (Baden-Württemberg) zählt zu den bedeutendsten keltischen Siedlungen in Europa. Archäologen stießen 2010 unweit dieses „Fürstensitzes“ auf die mit wertvollen Beigaben versehene Grabkammer einer frühkeltischen Frau.
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