Neu: Programm Januar/Juni 2018 der Keltenwelt am Glauberg

Unsere neue Broschüre mit dem Veranstaltungsprogramm Januar/Juni 2018 in der Keltenwelt am Glauberg können Sie hier als PDF herunterladen:

Halbjahresprogramm 2018

Perfekt für Ausflug mit Hund

Mal bekannte Pfade verlassen, raus aus dem Alltagstrott, frische Luft genießen – gemeinsam mit dem vierbeinigen Freund den Glauberg erkunden und eine gemütliche Pause im Museumsbistro einlegen. Bei uns sind große und kleine Hunde willkommen! Am Museumseingang stehen Schalen mit Wasser bereit, am Parkplatz gibt es Abfallbehälter für die Gassi-Beutel. Vielen Dank an Thiago & Conny!

Die Maus kommt auf den Berg

Wie kommen archäologische Befunde in den Boden? Woher wissen Archäologen, wo sie graben können? Wieso kann man auch vom Flugzeug aus Archäologie betreiben? Diese Fragen stellen sich nicht nur Laien, sondern dies sind auch für Archäologen spannende Themen. Keineswegs spielt dabei – anders als in der öffentlichen Wahrnehmung – der berühmte Pinsel eine Rolle. Vielmehr sind viele technische Verfahren im Einsatz, die die Arbeit der Archäologie unterstützen, oft sogar erst möglich machen.
Das Forschungszentrum der Keltenwelt am Glauberg nutzt diese Techniken in seiner Arbeit sehr erfolgreich. Um nicht nur die Ergebnisse seiner Arbeit mit der Öffentlichkeit zu teilen, sondern auch den Weg zu diesen Ergebnissen zu zeigen, hat sich Dr. Axel Posluschny, der Leiter des Forschungszentrums, Ende 2016 an die Firma Flashfilm gewendet, um diese dafür zu gewinnen, die Arbeit der Archäologen in einem Beitrag für „Die Sendung mit der Maus“ zu erklären. Als alter Maus-Fan war er sich sicher, dass die Sachgeschichten ein bewährter Weg sind, um komplexe Themen leicht verständlich zu präsentieren – für Kinder, aber auch für Erwachsene.
Nach einer intensiven Recherche und langen Gesprächen zwischen dem Team von Flashfilm und Axel Posluschny war es dann im Mai 2017 soweit, die Dreharbeiten auf dem Glauberg könnten beginnen. Trotz des teilweise fürchterlichen Wetters waren sowohl die beteiligten Archäologen als auch das Filmteam begeistert bei der Sache – und das merkt man dem Ergebnis auch an. Kurzweilig und gleichermaßen fundiert, spannend und entspannt erzählt der entstandenen Beitrag vom Weg, den eine keltische Fundstelle von ihrer Entstehung bis zur Auffindung und Ausgrabung durch die Archäologen durchläuft – und es wird sogar geklärt, was eine „Sockenzone“ ist.

Der Beitrag wird am 26.11.2017, voraussichtlich um 8:25 Uhr in der ARD ausgestrahlt und am 26.11. noch einmal um 11:30 Uhr auf dem Kinderkanal (KiKA) gezeigt.
Weitere Wiederholungen laufen an folgenden Tagen:
• KiKa: 27. November 2017, 12:25 Uhr
• NDR: 2. Dezember 2017, 07:00 Uhr
• ARD-alpha: 2. Dezember 2017, 08:00 Uhr
• WDR: 2.Dezember 2017, 08:35 Uhr

Eine Sendung für Alle, die sich für das Thema interessieren und die am 26.11. mehr über die Arbeit der Archäologen am Glauberg erfahren wollen.

Quer durch die Zeiten

Die Grabungen auf dem Glaubergplateau im September 2017
Nach umfangreichen geophysikalischen Untersuchungen in der ersten Jahreshälfte konnte im September endlich wieder im Rahmen der 5. Sommerakademie der hessenARCHÄOLOGIE auf dem Plateau des Glaubergs gegraben werden. Neben der Fortführung der Untersuchungsflächen des Vorjahres standen zwei neue Bereiche im Fokus des Interesses. So haben wir versucht, die vermutete mittelalterliche Kirche auf dem Plateau zu finden. Dies ist leider noch nicht gelungen, dafür haben wir aber eine beigabenlose Bestattung in diesem Bereich entdeckt, die wir hoffen über die 14C Methode datieren zu können. So können wir erste Aussagen über die Datierung des schon in den 30er Jahren entdeckten Friedhofs erhalten, in dessen Bereich auch eine Kirche gestanden haben muss. Darüber hinaus konnten wir viele neue mittelalterliche Gebäudestrukturen entdecken und dokumentieren, die unser Bild von der Stadtgründung des frühen 13. Jahrhunderts auf dem Plateau nach und nach erweitern. Auch die vorgeschichtlichen Perioden und die spätantike Besiedlung kamen nicht zu kurz bei unseren Untersuchungen. Überraschende Mengen an Funden, auch aus der keltischen Besiedlungsepoche, belegen eine dichte und intensive Besiedlung des Plateaus zu fast allen in Hessen vorkommenden Kulturstufen. Besonders erfreulich ist auch die Entdeckung eines kleinen Grübchens aus der Zeit der frühkeltischen Besiedlung inmitten der Siedlung der Keltenfürsten vom Glauberg.

 

Drohnenaufnahme des mittelalterlichen Gebäudestandortes mit in den Felsen eingetieftem Keller. (Foto: Ch. Röder, hA/KAL)

Neue Dachmarke „Kultur in Hessen“

Juli 2017
Keltenwelt am Glauberg mit dabei
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein stellte kürzlich die neue Dachmarke „Kultur in Hessen“ vor. In über 70 Jahren Hessen wird zum ersten Mal das Historische Erbe Hessens – die Museumslandschaft Hessen Kassel, das Landesmuseum Darmstadt, das Museum Wiesbaden, die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen und das Archäologische Landesmuseum mit Römerkastell Saalburg und Keltenwelt am Glauberg – unter einer Dachmarke zusammengefasst.
Auf der neuen Webseite www.kultur-in-hessen.de werden alle unter dem Motto „Entdecke Dein Hessen“ vorgestellt. Hier gibt es auch viele Informationen zu den teilnehmenden Einrichtungen.

Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt Hessens mit der neuen Dachmarke noch bekannter zu machen und gleichzeitig dazu einzuladen, Hessens Schätze zu besuchen. Seit Anfang Juli zieren großformatige Plakate 30 hessische Städte von Bad Arolsen bis Bensheim, von Limburg bis Fulda. Auf dem Plakat der Keltenwelt am Glauberg lockt der „Keltenfürst vom Glauberg“ Besucherinnen und Besucher ins Museum.

Neue Ausgrabung am Glauberg

Mai 2017
Vor drei Wochen startete eine neue Forschungsgrabung am Glauberg. Es soll das zeitliche Verhältnis von zwei Grabenstrukturen südlich des zweite Grabhügels (unterhalb des Museums) geklärt werden. Darüber hinaus wird untersucht, ob der in die keltische Zeit datierende, rund fünfzehn Meter breite Graben in dem Bereich von einer Mauer oder einem Wall begleitet wurde und wie beide Gräben aufgebaut waren.