Unser neues Projekt: „Digitales Museum“

Kürzlich war für einige Tage das renommierte Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung Darmstadt mit dem Laserscanner CultLab 3D in unserem Museum. Ziel war es, eine Reihe von herausragenden Funden aus den keltischen Fürstengräbern vom Glauberg hochauflösend zu scannen, um digitale 3D-Modelle zu generieren. Diese sollen in Zukunft unter anderem zur besseren Visualisierung der vielen Details an den aufwändig verzierten Stücken sowohl in der Ausstellung, als auch auf unserer Website (Stichwort: Digitale Sammlung) dienen. Endlich wird man z.B. den Goldhalsreif von allen Seiten betrachten können. Besonders wichtig sind die 3D-Modelle für die Forschung und zum Erhalt des wertvollen Kulturguts.

Kolleginnen der Archäologischen Restaurierungswerkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen und Jens Volz von der Fachfirma Fißler entnahmen vorsichtig wichtige Beigaben u. a. aus dem Grab des „Keltenfürsten vom Glauberg“ wie der Goldhalsreif, das Schwert und die Bronzekanne. Nach und nach wurden sie auf einen Drehteller gestellt und von der Kamera am beweglichen Scannerarm des CULTLab 3D erfasst. Bei einem Pressetermin erläuterten Matevz Domajnko und Sara Akhlaq die Technik und was man mit 3D-Modellen alles machen kann. Wer weiß, vielleicht können wir am Glauberg bald einen Mini-Keltenfürsten mittels 3D-Drucker fix ausdrucken.

Mehr wissen? Besuchen Sie: https://www.cultlab3d.de/index.php/kultur/?lang=de

Die Pfosten am Grabhügel werden erneuert

Die mächtigen Eichenpfosten am Grabhügel standen viele Jahre im Boden und mussten jetzt gefällt werden. Wir haben sie eingelagert, um sie auf neuen Fundamenten bald wieder aufzurichten.

Zusammen mit dem rekonstruierten Grabhügel markieren die 16 Pfosten nicht nur eine rund 2400 Jahre alte Begräbnisstätte, sondern sind auch ein Landschaft prägendes Element, das man nicht mehr missen möchte.    

Die Wissenschaft hat schon viel über diese Pfosten diskutiert. Inzwischen vermutet man, dass sie nicht alle gleichzeitig standen. Ihre Funktion ist nach wie vor rätselhaft. Vielleicht ergibt die derzeit laufende Aufarbeitung der Ausgrabung im Rahmen einer Doktorarbeit neue Hinweise dazu. 

Auf die Spuren der Pfosten war man bei der Ausgrabung des großen Grabhügels in den 1990er-Jahren gestoßen. Im Zuge der Rekonstruktion des Grabhügels wurden auch sie ergänzt. Von der Idee, die Gesamtanlage mit Pfosten und „Prozessionsstraße“ sei ein „Kalenderbauwerk“ der Kelten gewesen, ist man abgerückt. Jedoch wird die „Prozessionsstraße“ immer noch mit möglichen Himmelsbeobachtungen in Verbindung gebracht, denn sie ist auf einen südsüdöstlichen Punkt am Horizont ausgerichtet, wo man alle 18,6 Jahre die große südliche Mondwende beobachten kann.       


Neu: Programm Juli/November 2019 der Keltenwelt am Glauberg

Unsere neue Broschüre mit dem Veranstaltungsprogramm Juli/November 2019 in der Keltenwelt am Glauberg können Sie hier als PDF herunterladen:

Halbjahresprogramm 2/2019

Jetzt sind sie mal bei uns

Im vergangenen Jahr waren sie an der Alten Oper und auf dem Römerberg zu sehen: 25 Repliken unseres „Keltenfürsten vom Glauberg“. Nun sind sie zu Besuch bei uns am Glauberg. Bevor die sehr werbewirksamen Statuen auf dem Hessentag 2019 in Bad Hersfeld im Rahmen der Kampagne „Kultur in Hessen“ für die Landeseinrichtungen und speziell den Glauberg werben, stehen sie noch bis Anfang Juni als Fotomotiv vor unserem Museum.

Die Statuen gestaltete der renommierte Künstler Ottmar Hörl im Auftrag der HA Hessen Agentur GmbH. Grundlage war ein 3D-Scan der 2400 Jahre alten Originalfigur, der in Kooperation unseres Forschungszentrums mit dem „The Discovery Programme (Centre for Archaeology and Innovation Ireland)“ erstellt wurde. 

Übrigens: Nach der Aktion der Hessen Agentur sind die Figuren wahrscheinlich ab 2020 käuflich zu erwerben. 

Wandern am Glauberg – Bald mit neuer Info-Station!

Auf Hochtouren laufen derzeit die Arbeiten an einer neuen Info-Station zum Wandern am Glauberg. Noch vor Ostern soll sie am Parkplatz der Keltenwelt am Glauberg eröffnet werden. Um auf die Schönheit der Natur und die wechselvolle Geschichte der Region rund um den Berg der Kelten noch stärker aufmerksam zu machen, haben sich gleich mehrere Institutionen zusammengetan. Wo jetzt noch eine graue Box steht, werden dann gleich drei bestehende Rundwege beworben: der Keltenwelt-Pfad, der Panorama-Weg und der Natura Trail. Dazu kommt die Bonifatius-Route, die am Glauberg vorbeiführt. Mit neuem Namen geht der Keltenwelt-Pfad an den Start, der den Kulturhistorischen Rundweg ablöst. Kürzlich wurden die ersten Schilder ausgeliefert. Weitere Info-Stationen sind an den Bahnhöfen in Glauberg und Stockheim angedacht. An den Osterfeiertagen stehen geführte Wanderungen auf den drei Glauberger Routen auf dem Programm. Infos und Anmeldung hier in Kürze.

Das Team besteht aus Keltenwelt am Glauberg, Heimat- und Geschichtsverein Glauberg e.V., die Naturfreunde Bad Vilbel e.V., Gemeinde Glauburg, TourismusRegion Wetterau und gemeinnützige Wetterauer Archäologische Gesellschaft Glauberg.

Foto: Auslieferung der neuen Schilder für den Keltenwelt-Pfad.
Von links nach rechts: K.-H. Kalte (Grafikbüro Kalte), S. Medschinski (WAGG), H. Pohl (Koordination), B.-U. Domes (WAGG), V. Rupp (Keltenwelt am Glauberg).

Neues vom Glauberg – Aktuelle Forschungen 2017-2018

Die Keltenwelt am Glauberg präsentiert derzeit in der kleinen Sonderausstellung „Neues vom Glauberg“ die neuesten Ergebnisse der Arbeiten des Glauberger Forschungszentrums.
Im Fokus stehen neben einigen Neufunden vom Plateau (u.a. dem berühmten „Knubbelnasenpferdchen“) vor allem die Ausgrabungen am Südhang im Bereich der großen Wall/Grabenanlage. Hier wurden in den letzten beiden Jahren gleich drei überraschende Entdeckungen gemacht, die einmal mehr den besonderen Status des Glaubergs unterstreichen. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Anfang März.

Mit Familie und Freunden zum Brunch ins Museumsbistro

Rund um Weihnachten und Neujahr findet im Museumsbistro wieder der beliebte Sonntagsbrunch statt, den man gut mit einem Besuch des Museums verbinden kann. Noch bis Jahresende läuft nämlich die diesjährige Sonderausstellung „Mythos Kelten – Auf Spurensuche in Europa“.

An Sonntagen von 10 bis 14.30 Uhr serviert das Bistroteam unter dem Motto „Das Beste aus der Region“ frische Salate, herzhafte Wurst- und Käsespezialitäten und alles was sonst noch zu einem reichhaltigen Frühstücksbuffet gehört. Um die Mittagszeit kommen Köstlichkeiten aus der hessischen Küche hinzu. Liebhaber von deftiger Hausmannskost kommen ebenso auf Ihre Kosten wie Vegetarier und Veganer.

Termine für den Brunch:
Sonntag, 2. Dezember, 16. Dezember und 26. Dezember sowie 1. Januar 2019.

Reservierung: 0151/27085932 oder bistro@keltenwelt-glauberg.de

6. Sommerakademie der hessenARCHÄOLOGIE wieder auf dem Glaubergplateau

Auch in diesem Jahr führt die hessenARCHÄOLOGIE mit dem Forschungszentrum der Keltenwelt am Glauberg vom 2.9. bis 14.9. eine internationale Lehrgrabung durch. Partner der Sommerakademie sind wieder die University of Winchester (UK), die Saxion University of Applied Sciences (NL) sowie die hessischen Universitäten Marburg, Frankfurt/M. und Gießen. Während der zweiwöchigen Maßnahme werden ca. 30 Studierende auf dem Glaubergplateau tätig sein.

Ziel der diesjährigen Grabung ist der Abschluss der 2016 und 2017 begonnenen Flächen. Dabei stellen die Untersuchungen eines mittelalterlichen Gebäudekomplexes, der bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts freigelegt, aber nicht dokumentiert wurde den Schwerpunkt der Kampagne dar. Die Mauerstrukturen sollen nun erneut freigelegt und zeichnerisch und fotografisch erfasst sowie mit modernsten Methoden vermessen werden.

Die Keltenwelt am Glauberg in einer Sonderausstellung in Tuwa (Russland)

Die bereits in Moskau und am Glauberg präsentierte Fotoausstellung von Burkhard Thomann (Frankfurt am Main) wurde kürzlich im Nationalmuseum der Hauptstadt Kyzyl eröffnet. Unter dem Titel „Zwei Welten – ein Augenblick“ erzählen die Fotos von der Magie der Skythen und Kelten. Es sind Augenblickaufnahmen über eine Distanz von 5500 Kilometern, die das Leben der Menschen in Tuwa und am Glauberg widerspiegeln. Zudem geben Aufnahmen von Ausgrabungen und über 2500 Jahre alten Fundobjekten einen ersten Eindruck von den geheimnisvollen Kelten Europas und Skythen Asiens.

Die Keltenwelt am Glauberg steuerte zur Fotoausstellung eine Präsentation bei, die Einblick in das Museum, den Archäologischen Park und das Forschungszentrum gibt. Mit auf die Reise ins ferne Tuwa ging der „Keltenfürst“. Er wurde von unserer Gästeführerin Henny Fleck gefilzt.

Neu: Programm Juli/Dezember 2018 der Keltenwelt am Glauberg

Unsere neue Broschüre mit dem Veranstaltungsprogramm Juli/Dezember 2018 in der Keltenwelt am Glauberg können Sie hier als PDF herunterladen:

Halbjahresprogramm 2018